Dolomiten

Wir laufen morgens im Hafen ein und lassen die Stadt mit den vielen Wasserstraßen und Kanälen an uns vorbei ziehen. Venedig wäre wahrscheinlich sogar mal einen Besuch wert. Aber nicht heute, wie beladen unsere Motorräder, verlassen das Schiff und Venedig auf dem schnellsten Wege. Ein kleiner Stopp auf der Autobahn und schon sind wir auf kleinen Passstraßen. Unser Ziel ist die Sella-Runde in den Dolomiten. In Plan de Gralpa finden wir eine nette Pension, quartieren uns ein und starten die Runde ohne Gepäck. Tom und Björn wollen etwas entspannteres fahren. Wir fahren also den Sella-Pass, gefolgt vom Pordoijoch und Passo di Campolongo. Das abschließende Grödnerjoch ist jedoch gesperrt. Angesichts der Tatsache, die gefahren 50 Kilometer wieder zurück zu fahren, entschließen wir uns die Sperrung zu ignorieren. Oben auf dem Grödnerjoch versperrt eine Schranke den Weg, die wir jedoch geschickt umfahren – wir haben ja die richtigen Mopeds dafür. Wir fahren weiter durch das gesperrte Gebiet, das uns bis zum Ende keinen Aufschluss für die Sperrung gab. Jedoch ist wie zu erwarten das andere Ende der Sperrung auch mit einer Schranke versperrt. Diese zu Umfahren ist etwas kniffliger. Zuerst versuchen wir es über eine Wiese mit kleinen wackeligen Holzbrücken, deren Tragkraft uns aber verunsicherte. Schlussendlich finden wir einen kleinen Wanderpfad, der allerdings etwas steil und mit losem Schotter versehen ist. Motorradfahrer, die das Grödnerjoch von der anderen Richtung nicht passieren konnten, beobachteten unsere Abkürzung. Tja, die haben einfach nicht die richtigen Maschinen dazu ;-) Den Abend lassen wir bei unserem leckeren Halbpenisionsabendessen ausklingen.

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