Volos
Wir fahren mit leichtem Gepäck zu den Meteora-Klöstern hinauf. Eine asphaltierte Strecke führt nahe an die Klöster heran. Am ersten Kloster machen wir halt und geben uns bei lauschigen 28 Grad und voller Mopedmontour den Aufstieg. Es ist zwar nicht sonderlich anstrengend, aber dennoch sonderlich schweißtreibend. Für schlappe zwei Euronen pro Nase können wir uns im deutlich angenehmer temperierten Kloster wieder abkühlen. Wir glauen auch den “James-Bond-Aufzug” gefunden zu haben. Einer der Filme dreht sich teilweise um eines dieser Klöster. Da Mönche nicht lügen dürfen, also schwindelfrei sein müssen, ist die klosteranlage auch nicht mit aufwändigen Geländern gesichert. Wer also Gott schnell näher kommen möchte, ist oftmals nur einen Schritt davon entfernt.
Am Campingplatz wird noch schnell aufgerödelt, Mittag gegessen und unser heutiges Ziel ist die Pilion Halbinsel bei Volos. Die auf der Karte grün markierten und sehr kurvigen Strecken wollen wir uns nicht entgehen lassen. Der Ritt dorthin ist allerdings umso unspektakulärer. Nach Volos schlängeln wir uns auf engen Kurven in die Berge, um anschließend wieder zur Küste runter zu kurven. So steuern wir zwei Campingplätze an, die allerdings geschlossen sind. Mal wieder das gleiche Spiel, Schlafplatzsuche wird zur Geduldsprobe. Irgendwann verlieren wir noch Björn und Tom, per Handy navigieren wir uns wieder zusammen. Schließlich führt uns ein freundlicher Autofahren zu einem zwar verlassenen Campingplatz, der aber trotzdem in Benutzung scheint. Ich schlafe mal wieder unter freiem Himmel. Beim Zählen der Sterne – ein paar Milliarden hatte ich schon – muss ich irgendwann eingeschlafen sein. Sehr idyllisch hier,direkt am Wasser.

