Bulgarien, Camping nicht möglich
Unser heutiges Ziel ist auf alle Fälle Bulgarien. Wir starten Richtung Craiova, Dirk führt uns unterwegs auf eine nette Piste, leider zu kurz. Björn reitet Rodeo auf der wilden Q, als sich eingetrocknete Fahrrinnen auftun. In Craiova wird getankt, danach kurzes Einkaufen und Brotzeiten am Straßenrand. Die Fahrt geht Richtung Bechet zur Donaufähre nach Bulgarien. Wir kommen gerade recht, als die Fähre anlegt. Die Straßen Bulgariens machen einen etwas besseren Eindruck, als die rumänischen. Trotzdem sind sie abenteuerlich genug, um nicht an Konzentration zu sparen. Durch eine kleine Unachtsamkeit kann ein grösseres Loch im Straßenbelag einen bösen Sturz verursachen. Wir durchqueren Bulgarien in Richtung Süden geradewegs auf die Rodopen zu und überqueren einen gesperrten Pass. Anschließend machen wir uns auf Schlafplatzsuche, doch leider erfolglos. Jeder angesteuerte Campingplatz ist geschlossen oder gar nicht vorhanden. Wir suchen etwa 150 km lang Campingplätze, bis es schließlich so dunkel wurde, dass kaum noch auf einen Schlaplatz zu hoffen war. Selbst Pensionen oder Hotels sind ausgesprochen rar und es ist schon gar nicht mit einem abgesperrten Motorradparkplatz zu rechnen. Ein letzter Versuch noch, um ein Hotel zu suchen, dann schlagen wir uns in die Büsche. Wir haben Glück, das Motel hat Platz für unsere Mopeds und wir kommen auch noch unter. Der Tag war extrem lang, über 450 km Motorradkilometer zehren schon ganz schön an der Kondition.

