Kreativer Weissabgleich
Man kennt die ganzen coolen Bilder. Ein unwirklich gefärbter Himmel, aber ansonsten stimmiges Motiv.
Ok. Was brauchen wir? Das hier:
- Digitale Spiegelreflexkamera im RAW-Modus, möglichst mit einmessbarem Weissabgleich.
- Farbfilterfolien, siehe Artikelende
- Einen Blitz ( der interne ist zu schwach, besser extern, ab LZ38 oder so)
- keinen Photoshop ( jawoll !). Auch kein Gimp.
Los gehts: Filterfolie vor den Blitz kleben, dann in dunkler Umgebung einen manuellen Weissableich machen – und zwar so, das nur das gefilterte Blitzlicht gegen eine wirklich weisse Wand geworfen wird, auf die man die Messung macht.
Das wars im Prinzip schon. Man lässt die Folie drauf und legt los. Alles was vom Blitzlicht erfasst wird erscheint nun in natürlichen Farben, alles was nicht vom Blitz erfasst wird ( Himmel, weitere Umgebung) erscheint in der Komplementärfarbe der Filterfolie ( z.b. Gelbe Folie -> Tiefblauer Himmel usw).
Hier mal ein paar Beispiele:
Gelbe Folie:
Grüne Folie:
Blaue Folie:
Violette Folie:
Als Folien hab ich übrigens Lee Folien benutzt, und zwar einfach den Musterfächer, dessen Musterblätter reichen für Blitze bis zu einer Blitzaustrittsfläche von 7,5×3,5cm.
Meine Kamera kann aber keinen Weissabgleich auf selber gemachte Bilder machen! Was nun?
Auch kein Problem, jetzt brauchen wir aber doch irgendeine Software und eine Weisskarte ( deutsch: ein Stück weisses Papier).
An der Location kann man nun einfach seine Fotos machen, muss aber immer jeweils eine Testaufnahme machen und bei dieser das Papier in das Motiv halten (so das es vom Blitz beleuchtet wird).
Am PC macht man den Weissabgleich bei dieser Aufnahme auf das Papierstück und überträgt die Weissabgleichinformationen auf die anderen Bilder.
